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28. Oktober 2021
28.08.2021

Aufzugs-Nachrüstung: VGF macht weitere Stationen barrierefrei


ffm. 53 Jahre ist die U-Bahn in Frankfurt alt, auf neun Linien liegen 84 Stationen, davon 27 unterirdisch. Jedoch immer sind noch nicht alle der unter der Straße gelegenen Stationen barrierefrei, denn einige der Anlagen wurden bei ihrem Bau nicht mit Aufzügen ausgestattet. Vielleicht war das den Bauherren in den 70er Jahren zu teuer, vielleicht fehlte schlicht das Bewusstsein für die Probleme von Menschen, die in ihrer Mobilität und Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, und sei es nur vorübergehend.

Ein Programm, acht Stationen

Die VGF hat deshalb schon 2004 ein Aufzugs-Nachrüstungs-Programm aufgelegt, das zum damaligen Zeitpunkt acht Stationen umfasste: Holzhausenstraße, Grüneburgweg, Miquel-/Adickesallee, Eschenheimer Tor, Schweizer Platz  (alle U1, U2, U3, U8), Kirchplatz, Alte Oper,  Westend (alle U6, U7).

Aufzugs-Nachrüstungs-Programm – ein Wort-Ungetüm, das in seiner Sperrigkeit ahnen lässt, mit welchen Problemen, Schwierigkeiten und manchmal auch Widerständen die VGF beim nachträglichen Einbau von Aufzügen in unterirdische Stationen konfrontiert wird. Dabei sollte ein solcher Einbau eigentlich alle glücklich machen, immerhin nehmen Stadt und VGF beträchtliche Mittel in die Hand, unter siebenstelligen Beträgen ist diese Verbesserung der ÖPNV-Qualität pro Aufzug nicht zu bekommen.

Aber die Widerstände sind vielfältig: Mal sind Anwohner zwar prinzipiell dafür, erwarten aber einen Einbau ohne Lärm oder – wenn es sich um eine Innenstadt-Station handelt – Verkehrsbeeinträchtigungen. Der Erhalt von Bäumen ist wichtig, ebenso der von Parkplätzen. Diese Bedenken nehmen ab jedoch. Fast scheint es, als seien einige geradezu froh, die Zahl von Parkplätzen verringern zu können. Ganz anders bei Radwegen. Auch Geschmacksfragen kommt eine unerwartete Bedeutung zu.

Trotzdem ist in 17 Jahren viel geschehen: In der Station Holzhausenstraße gingen im Mai 2008 die ersten zwei nachgerüsteten Aufzüge in Betrieb, in der Station Grüneburgweg sowie am Kirchplatz im Dezember 2009 zwei sowie einer. Ein weiteres Jahr später, im Oktober 2010, konnte die VGF einen Aufzug in der Station Alte Oper in Betrieb nehmen, im September 2015 vier Anlagen in der Station Miquel-/Adickesallee. Zwei Aufzüge folgten zwischen Dezember 2015 und April 2016 an der Station Schweizer Platz. Und schließlich machten zwei Aufzüge die Station Eschenheimer Tor im März 2018 barrierefrei.

Damit sind sieben der acht im ursprünglichen Programm aufgelisteten Stationen barrierefrei. An der letzten Station dieses Programms, Westend, laufen die Arbeiten seit Anfang März diesen Jahres, an der 2004 auf der Liste noch fehlenden Station Römerstadt beginnen sie Ende August.

Öffnet externen Link in neuem FensterÜbersicht über das Aufzugs-Nachrüstungs-Programm.