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16. Juli 2019
18.09.2018

Markante Kennzeichnung für Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen – Idee des Fahrgastbeirats auf allen Bahnen und Bussen


(ffm) Sie fallen auf – und das sollen sie auch: Die großen Aufkleber „Rollstuhl“ und „Kinderwagen“, die seit Mitte September 2018 an den Türen aller Bahnen und Busse in Frankfurt am Main angebracht sind. 30 Zentimeter hoch und in reflektierender gelber Farbe signalisieren sie den Fahrgästen, wo der beste Einstieg für Menschen ist, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

„Wir freuen uns, dass traffiQ die Idee des Fahrgastbeirats so entschlossen aufgegriffen und systematisch umgesetzt hat“, sagt Sven Uwe Schneider, selbst Rollstuhlfahrer und Mitglied im Fahrgastbeirat Frankfurt am Main.

Das Gremium hatte wiederholt Möglichkeiten diskutiert, wie die Türen zu den sogenannten Sondernutzungsflächen - das sind die Stellflächen für Rollstühle und Kinderwagen - deutlicher als bisher kenntlich gemacht werden können. Orientiert hat sich das Gremium schließlich am Vorbild der Berliner Verkehrsbetriebe. Die deutliche Kennzeichnung der Tür ist natürlich auch eine Hilfestellung für gehbehinderte Menschen, da sich in der Nähe dieser Tür stets auch die barrierefrei zugänglichen Sitze befinden.

„Dieses Beispiel zeigt wieder einmal, dass Frankfurt mit seinem Fahrgastbeirat ein kreatives Gremium hat, das konstruktiv zu einem kundengerechten Nahverkehr beiträgt“, stellt traffiQ-Geschäftsführer Tom Reinhold fest. „Durch sein Engagement im bundesweiten Netzwerk der Fahrgastbeiräte bringt unser Beirat gute Ideen mit zu uns. Die Piktogramme sind ein weiterer Baustein in der seit vielen Jahren gelebten gemeinsamen kundenfreundlichen Weiterentwicklung der Frankfurter Bahnen und Busse.“

Ende 2016 stattete die In-der-City-Bus GmbH 23 neue Busse mit den Piktogrammen aus. Damit wollte traffiQ Erfahrungen sammeln, ob diese zusätzliche Information von den Fahrgästen begrüßt wird. Da es gut aufgenommen wurde, hatte die städtische Nahverkehrsgesellschaft Anfang 2018 die Unternehmen im lokalen Nahverkehr beauftragt, die Aufkleber im Laufe des Jahres an allen rund 650 U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen anzubringen – jeweils immer an den Türen, hinter denen sich die sogenannte Sondernutzungsfläche befindet. Das ist die Fläche, wo Platz für Rollstühle und Kinderwagen ist.

Auch die markanten Zielanzeigen außen, weiße Schrift auf schwarzem Grund, sind gemeinsam mit dem Fahrgastbeirat ausgewählt worden. Die kontrastreiche Gestaltung des Einstiegsbereichs und des Bus-Innenraums mit der deutlichen Kennzeichnung der Sondernutzungsfläche, dem Stellplatz für Rollstuhlfahrer mit Prallplatte und den zahlreichen, signalgelben Haltestangen, gehen ebenfalls auf die Arbeit des ehrenamtlichen Gremiums zurück.