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18. Mai 2021
15.04.2021

Wichtige Weichenstellung für die inklusive Bildung ist erfolgt


(ffm) Nach Abschluss des Projektes „Modellregion inklusive Bildung“ im vergangenen Jahr konnten jetzt im ersten Quartal 2021 alle sechs im Haushalt 2020 ausgewiesenen Personalstellen für die Koordinatoren für die inklusive Bildung in den sechs Frankfurter Bildungsregionen besetzt werden.

„Das ist ein bedeutender Meilenstein“, freut sich Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber. „Damit haben wir einen wichtigen Impuls aus den Erfahrungen des Modellprojektes aufgenommen und umgesetzt, die Beratung der Eltern und Schulen wird damit systematisch in der gesamten Stadt verstärkt.“

Während des fünfjährigen Modellprojektes konnte die Anzahl der inklusiv beschulten Kinder von anfänglich sechshundert auf nahezu zweitausend gesteigert werden. Maßgeblich beteiligt an diesem Erfolg war die Netzwerk- und Beratungsarbeit der beiden Koordinatorinnen, die im Frankfurter Süden und Westen im Rahmen des Pilotprojektes wirkten.

„Neben einer jetzt flächendeckenden Arbeit der Koordinatorinnen sollen weitere Maßnahmen die Inklusion unterstützen. So werden zukünftig neue Grundschulen mit einem für die Inklusion zugeschnittenen Flächenprogramm gebaut“, sagt Weber, „und mittelfristig können wir eine weitere Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen aufheben.“

„Allerdings bauen wir auch eine neue Förderschule mit Wohnheim, das ist seit vielen Jahren überfällig“, sagt die Bildungsdezernentin und verweist auf den Mangel an Wohnheimplätzen für körperlich-motorisch eingeschränkte Jugendliche.

Die Viktor-Franckl-Schule für Schülerinnen und Schüler mit den Schwerpunkten körperlich-motorische Entwicklung und geistige Entwicklung soll einen Neubau erhalten und gemeinsam mit einem Wohnheim zusammen mit der Anne-Frank-Realschule einen Bildungscampus bilden. Derzeit läuft für dieses ambitionierte Projekt die Planungsphase Null unter Beteiligung aller relevanten Akteurinnen und Akteure.

„Frankfurt ist in der Gesamtschau zum Thema Inklusion gut aufgestellt, aber es gibt noch viel zu tun“, sagt Weber. „Wir müssen dringend Arbeitsplätze für die Schülerinnen und Schüler schaffen, die die Förderschulen durchlaufen haben.“