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22. September 2018
27.02.2018

Fünftes Projekt im Liegenschaftsfonds vergeben: Gemeinschaftliches Wohnprojekt ,Doppelpunkt Frankfurt‘ erhält Zuschlag


(kus) Die Stadt Frankfurt hat im Rahmen eines Konzeptverfahrens eine weitere Liegenschaft an ein gemeinschaftliches Wohnprojekt vergeben. Der Beirat zum Liegenschaftsfonds hat einstimmig die Wohninitiative „Doppelpunkt Frankfurt“ für die Bebauung einer Liegenschaft im Sossenheimer Weg ausgewählt. Planungsdezernent Mike Josef freut sich über die Entscheidung: „Ich bin mir sicher, dass die Wohninitiative ‚Doppelpunkt Frankfurt‘ ein Leuchtturmprojekt für den Stadtteil Unterliederbach und den Frankfurter Westen darstellen wird.“

Die Gruppe plant auf dem Grundstück zwischen Supermarkt und Kleingartenanlage ein generationenübergreifendes, interkulturelles und inklusives Wohnprojekt für bis zu zehn Wohneinheiten unterschiedlicher Größe. Gemeinsam mit der Lebenshilfe soll unter anderem eine inklusive Wohngemeinschaft entstehen, in der Menschen mit Behinderung gemeinsam mit beispielsweise jungen Studierenden gleichberechtigt zusammenleben und so das eigenständige Wohnen erlernen können. Stadtrat Josef: „Es gibt in Frankfurt eine steigende Nachfrage nach barrierefreiem Wohnraum und nach inklusiven Wohnformen. Umso mehr freut es mich, dass mit Hilfe des Liegenschaftsfonds auch in diesem Segment Wohnungen geschaffen werden können.“

Daneben soll es in den zwei Häusern, die durch Brücken verbunden sind, barrierefreie Wohnungen für Familien und Singles geben, auch Clusterwohnungen sind vorgesehen. Diese moderne Form der Wohngemeinschaft setzt konsequent auf das Teilen von Räumen, wie in der klassischen WG gibt es einen großzügigen Gemeinschaftsbereich. Die einzelnen Wohneinheiten verfügen aber dennoch über ein eigenes Badezimmer und – je nach Bedarf – über eine kleine Küche. Dadurch können der individuelle Wohnflächenkonsum gesenkt und viele Dinge des alltäglichen Bedarfs geteilt werden, ohne auf Privatsphäre zu verzichten.

Die Wohninitiative strebt die Kooperation mit einer jungen Genossenschaft an, damit entspricht das Projekt den Zielen des Liegenschaftsfonds, preisstabilen und innovativen Wohnraum zu schaffen.

Der Beirat zum Liegenschaftsfonds, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Ämter, der Politik, der Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft KEG und Expertinnen und Experten zum gemeinschaftlichen Wohnen, hat das Projekt anhand verschiedener Kategorien ausgewählt. Dazu zählen soziale Aspekte, Einfluss des Wohnprojekts auf das Quartier, Wohnkosten, städtebaulicher Innovationsgehalt, nachvollziehbare Realisierbarkeit und Finanzierbarkeit sowie Kooperationspartner. Entscheidend ist also nicht das höchste Gebot, sondern das überzeugendste Konzept „Mit dem Liegenschaftsfonds wollen wir einzelne Liegenschaften bewusst dem Markt und der Spekulation entziehen“, führt Josef weiter aus. „Hier geht es um Innovation und Ideenvielfalt.“

Der Liegenschaftsfonds vergibt Grundstücke und mindergenutzte Gebäude an selbstorganisierte, gemeinschaftliche Wohnprojekte, die sich auszeichnen durch die Beteiligung der künftigen Nutzerinnen und Nutzer an der Planung, eine langfristig angelegte, gemeinschaftliche Verfassung und Organisation sowie eine auf Dauer angelegte und gleichberechtigte Mitbestimmung der Projektmitglieder bei Angelegenheiten des Projektes.