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16. August 2018
10.05.2018

Wanderausstellung über das Denkmal der Grauen Busse wieder in der St.-Katharinen-Kirche an der Hauptwache zu sehen


(ffm) Ab sofort ist die Wanderausstellung, die das mobile Denkmal der Grauen Busse seit 2010 begleitet, wieder in der St. Katharinen-Kirche zu sehen. Bis 25. Mai kann sie von Montag bis Samstag zwischen 12 und 18 Uhr in der Kirche besucht werden. Ausgenommen ist das Pfingstwochenende.

Die Ausstellung informiert im ersten Teil über die NS-Euthanasie-Verbrechen und den Krankenmord im Nationalsozialismus und zeigt im zweiten Teil alle bisherigen Standorte des Denkmals. Auf Ausstellungstafeln zeigt sie die jeweilige historische Situation der Städte, in denen das Denkmal Station gemacht hat. Dabei wird deutlich, dass es zwar örtliche Unterschiede gibt, aber alle zeigen den Weg der Grauen Busse in eine Tötungsanstalt, in die die damaligen Opfer (geistig Behinderte, psychisch Kranke und sozial Missliebige) gebracht wurden. Auch die Frankfurter Situation wird gezeigt: Aufbau des Denkmals, drei exemplarische Lebensläufe von Opfern, mit kurzer Darstellung der Situation in Frankfurt am Main.

„Ich bin beeindruckt, dass die Frankfurter Bevölkerung so großes Interesse für die Grauen Busse gezeigt hat und auch die Veranstaltungen – Führungen, Filme, Theater, Ausstellungen und Vorträge – so gut besucht wurden. Es zeigt, dass viele sich mit dem Thema auseinandersetzen,“ sagt Gesundheitsdezernent Stefan Majer.

Am Sonntag, 27. Mai, um 17 Uhr, nach einer Theaterperformance von Schülerinnen aus Hadamar und Umgebung, wird das Denkmal abgebaut und auf einem Tieflader nach Hadamar, seiner nächsten Station, gebracht. „Es ist ein anrührender Zufall, dass der Bus zur Gedenkstätte Hadamar fährt, dem Ort der damaligen Tötungsanstalt für Frankfurt“, sagt Majer.

Die Ausstellung in der St.-Katharinen-Kirche wurde bereits zur Errichtung des Denkmals im August letzten Jahres gezeigt. Sie hatte großen Zuspruch. Viele Nachfragen von Angehörigen der damaligen Opfer der T4-Aktion erreichten die Kirche, die sie zum Institut für Stadtgeschichte weiterleiten konnten. Thomas Bauer vom Institut für Stadtgeschichte, erreichbar unter Telefon 069/212-38241, nimmt gerne weiter Materialien von Angehörigen entgegen.

Opens external link in new windowWeitere Informationen zum Denkmal der Grauen Busse in Frankfurt am Main gibt es hier.