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20. Oktober 2018
09.10.2018

GUT GEHT's: Gesund aufwachsen in Frankfurt


(ffm) „Gesund aufwachsen“ ist das Thema der 1. Frankfurter Stadtgesundheitskonferenz, die am Montag, 15. Oktober, in der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) stattfindet. Mit der Stadtgesundheitskonferenz stellt sich das interdisziplinäre Präventionsprojekt GUT GEHT'S vor. Das Gesundheitsdezernat der Stadt Frankfurt am Main kooperiert dabei mit dem Zentrum für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR) der Frankfurt UAS, dem Selbsthilfe Verein und der Techniker Krankenkasse (TK). Die TK fördert das auf fünf Jahre angelegte Projekt seit Sommer 2017.

„Stadtgesundheitskonferenzen sind in vielen Kommunen und Regionen ein bereits seit Jahren erprobtes und erfolgreiches Instrument der partizipativen und interdisziplinären Gesundheitsförderung und Prävention“, erklärt Gesundheitsdezernent Stefan Majer. „Wir erfinden das Rad also nicht neu, sondern wollen mit GUT GEHT'S auch in Frankfurt die Zusammenarbeit aller Akteurinnen und Akteure stärken, um gesundheitliche Chancengerechtigkeit gemeinsam nachhaltig voranzubringen.“

Die TK unterstützt Kommunen wie Frankfurt, die Mitglied im Gesunde-Städte-Netzwerk der Bundesrepublik Deutschland sind und bei der Gesundheitsförderung bereits Profil zeigen. „Die TK kommt mit ihrer Förderung von GUT GEHT'S ihrem gesetzlichen Auftrag nach, Projekte zu fördern, die nachhaltig wirken. Die Chancen, dass dies bei GUT GEHT'S gelingt, ist groß, weil die Partner ressortübergreifend kooperieren – so, wie es im Präventionsgesetz vorgesehen ist“, sagt Nina Martin, Expertin für nichtbetriebliche Lebenswelten Hessen bei der TK. „Die Kooperation der Stadt Frankfurt mit der University of Applied Sciences, der TK und der Selbsthilfe/Gesunde Städte Netzwerk vernetzt viele gesellschaftliche Bereiche, die schließlich von der Gesundheitsförderung profitieren."

Das partizipative Instrument zur Zusammenführung vorhandener Angebote und Initiativen sowie für die Erarbeitung eines Handlungskataloges für gezielte gesundheitsförderliche und präventive Maßnahmen ist die jährliche Stadtgesundheitskonferenz. Die dort erarbeiteten Handlungsempfehlungen sollen anschließend in Arbeitsgruppen mit Betroffenen, fachkompetenten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen innen städtischer Ämter und sachkompetenten Bürgerinnen und Bürgern weiter präzisiert und vor Ort in Krippen, Kitas und Schulen in Frankfurt umgesetzt werden. „Partizipation, die Mitwirkung der Frankfurterinnen und Frankfurter an der Gestaltung der gesunden Stadt, ist dabei sehr wichtig und in GUT GEHT'S verankert“, erklärt Reiner Stock von der Selbsthilfe-Kontaktstelle Frankfurt. „Nur wenn sie wirklich mitwirken können, entsteht die Möglichkeit, dass die Einwohnerinnen und Einwohner Frankfurts auch wirklich ein gesünderes Leben führen können.“ Geplant ist, erste Maßnahmen zunächst in einem Pilot-Stadtteil zu verwirklichen und sie im folgenden Jahr auf das Stadtgebiet zu übertragen. Prof. Dr. Wolfram Burkhardt, Direktor des Zentrums Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR) der Frankfurt UAS und stellvertretender Projektleiter, ist vom Erfolg des Projekts überzeugt. „Mit GUT GEHT’S haben wir die Chance, wirkliche gesundheitliche Verbesserungen für die Menschen in Frankfurt zu erreichen. Durch die intensive Kooperation der Stadt, der Wissenschaft und der Praxis wird echte vernetzte intersektorale Gesundheitsförderung möglich.“

Die Koordinierung von GUT GEHT’S übernimmt das Gesundheitsamt Frankfurt. „Um nachhaltig und effizient Gesundheitsförderung und Prävention für benachteiligte und vulnerable Gruppen auf Grundlage des Präventionsgesetzes umzusetzen, braucht es eine gemeinsame integrierte Handlungsstrategie auf kommunaler Ebene“, betont die Projektleiterin von GUT GEHT’S Dr. Manuela Schade. „GUT GEHT'S will die dafür notwendigen Strukturen in Frankfurt aufbauen, die intersektorale Zusammenarbeit stärken und gezielte Angebote für die Gesundheit und Lebensqualität der Frankfurter Bürgerinnen und Bürger befördern.“

Bei den Stadtgesundheitskonferenzen der Jahre 2020 und 2021 steht das Gesundheitsziel „Gesund Älterwerden“ im Fokus. Im fünften Jahr legt GUT GEHT’S auf der Stadtgesundheitskonferenz die Inhalte für die kommenden Jahre selbst fest.

„Gesundheit ist unser höchstes Gut“, betont Stadtrat Majer. „Es zu schützen und zu fördern muss praktische Konsequenzen haben in unserer ganzen Stadt – angefangen bei den Kindern.“