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24. März 2019
01.03.2019

Oberbürgermeister Peter Feldmann einig mit VdK-Hessen-Thüringen: ‚Ältere Menschen gehören in die Mitte der Stadt‘


(ffm) Wie können alte Menschen oder Menschen mit Behinderung am Leben in einer Stadt wie Frankfurt teilhaben? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Gesprächs von Oberbürgermeister Peter Feldmann mit Dieter Müller, dem VdK Vorsitzenden Frankfurts und Markus Hantsche, Geschäftsführer des VDK Landesverbandes Hessen-Thüringen. „Der Anteil älterer oder jener Menschen, die auf einen Rollstuhl oder andere Hilfen angewiesen sind, steigt stetig. Und genauso wie alle anderen, ob Jung oder Alt, gehören sie alle zur Stadtgesellschaft“, stellte Feldmann klar. „Wir wissen, dass gleichzeitig mit der Zahl älterer Menschen auch der Bedarf an barrierefreien und rollstuhlgerechten Wohnungen steigt. Dieses Thema werden wir verstärkt angehen.“ Ebenso wie den barrierefreien Ausbau des Nahverkehrs. Hier sei in jüngster Vergangenheit viel geschehen. „Der Magistrat hat sich zum Ziel gesetzt, alle U-Bahnen bis zum Jahr 2022 barrierefrei zugänglich zu machen.“ Zurzeit gibt es insgesamt 84 unter- und oberirdische Stadtbahnstationen, die bereits mit Aufzügen und Hochbahnsteigen nachgerüstet wurden. Auch Busse und Straßenbahnen sollen in den kommenden Jahren für jedermann zugänglich werden. Essenziell sei es auch, Mieter im Blick zu haben, die noch aktiv und selbstständig sind, denen ihre Wohnung im Alter aber zu groß wird. „Sie wollen ihren Hausstand verkleinern. Das macht ihnen das Leben leichter und schafft gleichzeitig Platz für Familien, die ein entsprechendes Zuhause suchen. Wichtig ist dabei, dass Senioren in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können – in ihrer Siedlung oder Straße, in ihrem angestammten Haus. Dort sind sie seit Jahrzehnten daheim, dort pflegen sie liebgewonnene Kontakte, engagieren sich im Verein. Als Politiker sind wir in der Verantwortung, dass dies möglichst auch so bleibt“, sagte Feldmann. Dieter Müller unterstreicht: „Sicherheit und Lebensqualität in der vertrauten Umgebung sind uns wichtig. Dazu ist bei bestehender Behinderung oder Krankheit unter Umständen ein Umbau zu Hause notwendig.“ Der parteipolitisch und konfessionell unabhängige Sozialverband VdK macht sich seit über 70 Jahren für soziale Gerechtigkeit und eine gerechte Sozialpolitik stark. Er sieht sich als Interessenvertretung für alle Bürger in Deutschland und hat knapp 1,9 Millionen Mitglieder. Mehr als 60.000 Ehrenamtliche arbeiten für den VdK, beraten die Mitglieder in Sachen Sozialrecht und setzen deren Ansprüche durch.