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27. Februar 2020
06.02.2020

ffm.de-App ist jetzt barrierefrei


Jan Schneider, Karl Matthias Schäfer, Daniela Birkenfeld und Uwe Becker (von links) präsentieren die barrierefreie FFM.de-App

(ffm) Die Beteiligungs-App ffm.de der Stadt Frankfurt am Main ist jetzt barrierefrei und damit auch für Menschen mit Beeinträchtigungen leichter zu nutzen. Damit wird es einer größeren Gruppe von Bürgern ermöglicht, im Mängelmelder den städtischen Ämtern zum Beispiel Schlaglöcher und Müllablagerungen mitzuteilen oder über die Ideenplattform eigene Anregungen einzubringen.
„Wir machen die Bürgerbeteiligung über moderne Kanäle noch einfacher“, sagt Jan Schneider, der für die städtische IT zuständige Dezernent. „Bei der mobilen Kommunikation mit unseren Bürgerinnen und Bürgern wollen wir eine Vorreiterrolle einnehmen und setzen die Verordnung zur barrierefreien Informationstechnik zügig um.“

Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld betont: „Die Optimierung der App ist ein wichtiger Beitrag zur Inklusion. Unser erklärtes Ziel ist die aktive Teilhabe aller Menschen in Frankfurt. Das realisieren wir hiermit auf einem weiteren Gebiet. Inklusion findet jetzt auch mobil, jederzeit und überall statt!“ Bürgermeister Uwe Becker bezeichnet die Ideen und Hinweise der Bürger als wichtige Anregungen für die Arbeit der städtischen Ämter: „Es ist deshalb wichtig, dass die Plattform auch für alle zugänglich ist. Ich rufe dazu auf, die Beteiligungsmöglichkeiten rege zu nutzen und sich aktiv an der Gestaltung der Zukunft unserer Stadt zu beteiligen.“

Die Stadt bietet seit 2014 unter dem Titel „Frankfurt fragt mich“ eine digitale Bürgerbeteiligungsplattform im Internet an. Wesentliche Bestandteile sind der Mängelmelder und die Ideenplattform. Seit 2019 können die Angebote auch über eine App bequem auf mobilen Geräten genutzt werden. Die für die Webplattform angewandten Standards der Barrierefreiheit wurden jetzt auch für die App umgesetzt. Sie wurde unter anderem so angepasst, dass sie mit Hilfsprogrammen zur Sprachausgabe gut harmoniert. Verbessert wurden außerdem Kontrast und Lesbarkeit, die Schriftgröße lässt sich jetzt stärker vergrößern als bisher. Überprüft wurde die Größe von Schaltflächen und Icons, Klickwege wurden vereinfacht. Die Optimierung der App wurde von der städtischen Stabsstelle Inklusion finanziert und vom Amt für Informations- und Kommunikationstechnik umgesetzt. Getestet wurde die barrierefreie Gestaltung unter aktiver Beteiligung sehbeeinträchtigter Personen. „Die barrierefreie Weiterentwicklung der App ist ein erfreulicher Fortschritt. Jetzt können auch Menschen mit unterschiedlichen Handicaps aktiv mitwirken“, erklärt Karl Matthias Schäfer vom Blinden- und Sehbehindertenbund Hessen. Eine Ergänzung der FFM.de-App um die Darstellung in leichter Sprache ist derzeit in Vorbereitung.

Mit der Entwicklung der App hatte die Stadt Frankfurt am Main im vergangenen Jahr auf den Wunsch vieler Bürger reagiert und die Bedienung mit mobilen Geräten erleichtert. Wer zum Beispiel bei einem Spaziergang ein Schlagloch bemerkt, kann davon mit dem Smartphone ein Foto machen und dieses direkt in den Mängelmelder einstellen. Auf Wunsch fügt die App den Standort automatisch hinzu. Möglich sind Meldungen in den Kategorien Müll, Straßenschäden, defekte Straßenschilder, Ampeln, Straßenbeleuchtung sowie defekte Spielgeräte und Parkbänke. Geplant ist auch eine Kategorie Barrierefreiheit. Im weiteren Verlauf kann in der App abgerufen werden, wie der aktuelle Bearbeitungsstand der Meldung ist. Ähnlich funktioniert die Eingabe von Anregungen auf der Ideenplattform. In der App können auch Ideen von anderen Nutzern unterstützt werden. Die App wurde bereits mehr als 1500 Mal heruntergeladen. Über sie wurden bisher mehr als 4100 Mängel gemeldet und 222 Ideen eingestellt.

Die neue Version der App steht für Apple (ab iOS 10) und Android (ab Android 5.0) zur Verfügung und kann ab sofort im jeweiligen Store kostenfrei heruntergeladen werden.