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18. August 2019

19. Januar: Behandlungserfolge ermöglichen neue Strategien für Safer Sex

Seit über dreißig Jahren wird Sexualität mit dem Wissen um HIV und AIDS gelebt. Um der in den 1980er und 1990er Jahren noch todbringenden Krankheit etwas entgegenzusetzen, haben die AIDS-Hilfen erfolgreich vermittelt, wie man sich beim Sex vor einer Infektion schützen kann. Diese Regeln sind gerade unter Männern, die Sex mit anderen Männern haben, sehr bekannt. Eine große Rolle spielt in den klassischen Safer-Sex-Regeln das Kondom.

Die eingetretenen Erfolge in der Behandlung verändern dieses Bild nun. HIV bleibt unheilbar. Sich vor einer Infektion zu schützen, ergibt trotz der inzwischen gegebenen Behandelbarkeit Sinn. Die Therapie führt aber auch zu dem erfreulichen Nebeneffekt, dass gut behandelte HIV-positive Menschen das HI-Virus selbst nicht mehr weitergeben können. Sie sind nicht mehr infektiös. Inzwischen gilt neben der Möglichkeit des Schutzes mit dem Kondom: mit einem gut behandelten HIV-Positiven ohne Kondom Sex zu haben ist Safer Sex.

Diese Veränderung schafft ergänzende Safer-Sex-Strategien. Sie wirkt sich auf die Partnersuchstrategien und den Umgang mit HIV-Positiven aus. Besonders unter schwulen und bisexuellen Männern. Die neuen Möglichkeiten der Prävention führen auch zu einer neuen Reflexion des Themas Safer Sex. Dies kann neue Hoffnungen oder neue Ängste auslösen. Beim Frankfurter Vortrag wird der Psychologe Christopher Knoll, Leiter der Münchener Beratungsstelle Sub, die psychodynamischen Auswirkungen der neuen Safer-Sex-Strategien und des sich ändernden Bildes von HIV/AIDS diskutieren.

Referent: Christopher Knoll, Psychologe (München)
Dienstag, 19. Januar 2015
19.30 Uhr (Einlass: 19.00 Uhr)
Tagestreff bASIS, Lenaustraße 38, 60318 Frankfurt